schluesselworte

schluesselworte
abgelegt und fortgegangen (c) Dieter Vandory

Mittwoch, 9. Oktober 2013

sommerende








vollmundig versinkt der sommer

in vogelbeerenrot und rost

rissig wachsen die schatten



mag sein

die herzschaukel schwingt

fortan bescheidener



zwischen plastikrosen

im schießbudenglück

und zuckerwerk in zellophan



wer aber spricht

das zauberwort

in meinen dunkelnden hut



wenn mir der sommer

vollmundig, schon jetzt

im vogelbeerenrot versinkt





/c/ bild und text: monika kafka, 09/13

Kommentare:

  1. wer mit dem rest zufrieden ist, den ficht die trauer wohl kaum an.
    wer aber das tiefe, volle zum leben und lebensglück braucht ...

    berührend, melancholisch und wunder-, wunderschön.

    alles liebe für dich,
    isabella

    AntwortenLöschen
  2. du sagst es, isabella, wer das volle, überschwängliche des sommers braucht ...
    es kommen härtere tage, um mit der bachmann zu sprechen, und damit muss man sich arrangieren.

    hab dank für deine so prompte rückmeldung, liebe schreibfreundin,
    deine mo

    AntwortenLöschen
  3. alle geräusche, gerüche und farben, die ein sommer entfaltet, werden beim lesen lebendig...ein letztes abschiedswinken einer sich entfernenden zeit.

    wunderbar, liebe mo

    deine gabriele

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja, ein letztes abschiedwinken ... das hast du schön formuliert, liebe gabriele.
      hab dank und viele liebe grüße,
      deine mo

      Löschen
  4. Vogelbeeren - nach dem ersten Frost sind sie besonders schön und erst dann genießbar.

    Dein Gedicht ist eine gute Einstimmung auf die graue Jahreszeit.

    Herzlichst
    Jorge D.R.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. noch ein mal zeigt sich alles schöne in seiner ganzen pracht.
      man tut gut daran, es aufzunehmen und im innersten zu speichern gegen die graue jahreszeit.

      hab dank, jorge, und grüße.

      herzlichst,
      monika

      Löschen
  5. Ein bebilderter Text im wahrsten und übertragenen Sinne!
    Ich mag "Rissig wachsen die Schatten". Zuerst las ich "Riesig". Das konnte nicht stimmen. Beim zweiten Lesen dann die Risse... Originell!

    WER dir die Worte sprach, liebe Moni, wird bestimmt eines deiner nächsten Gedichte erzählen. :-)

    Herzlich, E.

    AntwortenLöschen
  6. liebe elke,

    ich freue mich sehr, dich hier immer wieder zu lesen, heißt das doch für mich, dass du meine texte schätzt- dafür danke ich dir innig.

    ja nun, wer wird das zauberwort sprechen, das heilend bewahrt?
    vielleicht muss es das lyrische ich selbst tun?
    warten wirs ab ...

    herzlich,
    monika

    AntwortenLöschen
  7. tja, das ist so eine sache mit den zauberworten, nicht wahr … du weißt schon ... :)
    ein sehr guter text, meine liebe.
    vor allem der rahmen, den erste und letzte strophe bilden,
    überzeugt mich hier, scheinbar gleich – aber eben doch in nuancen anders. sehr schön …
    in der mitte muss ich ans oktoberfest denken, grins …
    ein glück aus plastik …
    aber ein glück, dass auch im winter manchmal die sonne scheint!

    in diesem sinne, sonnige grüße zu dir, von deiner di

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. an oktoberfest hatte ich nun nicht gerade gedacht, eher an etwas unechtes, nicht lebendiges als gegensatz.

      hab dank, liebe di.

      herzlichst,
      deine mo

      Löschen
    2. egal, woran du gedacht hast, liebe mo - oder was ich lese - so oder so kommt für mich ein gegensatz rüber. ist doch schön, wenn der text mehreres hergibt und eröffnet. :)
      herzgruß (nichtinzellophanverpackt;))
      deine di

      Löschen
  8. Noch im Vogelbeerenrot versunken ist er der Sommer - und bald schon vergessen!

    Liebe Grüße
    Helmut

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ... aber er kommt ja wieder, der sommer, nicht wahr?

      hab dank, helmut.

      lg
      monika

      Löschen