schluesselworte

schluesselworte
abgelegt und fortgegangen (c) Dieter Vandory

Sonntag, 27. Oktober 2013

oktober

/c/ dieter vandory, verbogen, aber nicht gebrochen, 2012









jahralte schlacke


durch die scharniere der zeit gepresst


mäandert ins knochenland





diesmal zwischen tibia und femur


sich verkapselnd, resonanzlos


auf metallische klopfzeichen





versteifender schmerz


und nur dein gelenkiges wort


das /gelegentlich/ lindert





/c/ monika kafka, 10/13







Kommentare:

  1. liebe mo!

    wie immer: beim besuch deiner seite bekomme ich gedichte zu gesicht, die mich sehr beeindrucken.so wie dieses hier.

    bild und gedicht sehr fein!

    liebe grüße
    deine gabriele

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    1. danke, liebe gabriele, das freut mich sehr!

      alles liebe dir,
      deine mo

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  2. Schmerzen des Körpers.
    Ungeduld der Seele,
    Rastlosigkeit des Geistes.
    All das wird hier in Worte gefasst
    gekonnt und schön.

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    1. so in etwa ... lieber jorge.
      was einen gepackt hat, kann man vielleicht zähmen, indem man es sich einverleibt und dann wieder freigibt- in form von mehr oder weniger gelungenen lyrischen worten- freut mich, wenn das in diesem fall so zu sein scheint.

      gruß dir,
      monika

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  3. bleibt mir nur zu sagen, ja, ein schmerzlich guter text, meine liebe mo, (nicht nur) um das ungelenkige gelenk gelenkig gelenkt, sozusagen. besonders stark das bild des „knochenlandes“, in dessen zusammenhang die bezeichnungen „tibia“ und „femur“ wie fremde, ferne orte klingen. mein kompliment für dieses gedicht. ... und nur liebes dir, deine di

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  4. das hast du wunderbar formuliert, liebe di.
    ich danke dir.

    ist es nicht unglaublich, dass selbst schnöde medizinische fachtermini mitunter poetisch klingen können?

    auf weitere experimente dieser art ... herzlich,
    deine mo

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  5. Unseres Körpers Mühe und Last ...
    Das ist das materielle Los unseres Seins.
    Die Leichtigkeit des Seins - ohne Hast:
    Das ist die geistige Welt - bar allen Gebeins.

    Unser Sein birgt viele ungeklärte Fragen
    und mutig in Demut soll`n wir es ertragen.

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    1. danke, alfi.
      ja ja, die leichtigkeit des seins ... kann einem schon mal abhanden kommen, wenn das "gebein" schwer wird ...

      lg
      monika

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  6. Ich schließe mich Jorge so ganz an und bin zudem begeistert von dem Blick, den der Fotograf hatte. Solche Texte, kombiniert mit solchen Fotos, geben ein kleines Kunstwerk ab, meine ich. :-)

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    1. oh, liebe elke, das freut nicht nur mich, sondern mit sicherheit auch den fotografen.
      hab herzlichen dank für deinen besuch hier und die worte.

      lg
      monika

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