schluesselworte

schluesselworte
abgelegt und fortgegangen (c) Dieter Vandory

Mittwoch, 5. Dezember 2012

würzburg, II












letztendlich legte sich das licht

der aufsteigenden dämmerung

zu füßen der festung spülte

der fluss den tag gelassen dahin



 und unter der brücke ging

 die zeit schon arm in arm

 mit sprenkelnden träumen



wölbte den abend ganz zur nacht

und steinweiße löwen wachten

über die stadt und unseren schlaf






/c/ bild und text: monika kafka, 12/12




Kommentare:

  1. So sehr die Löwen Wache halten: es gilt:
    " zu füßen der festung spülte
    der fluss den tag gelassen dahin".

    Sehr stimmungsvoll!

    Liebe Grüße
    Helmut

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    1. ja, so ist es - selbst die löwen können nichts aufhalten, aber bewachen- und das macht einen unterschied.

      hab dank, helmut, ich freu mich jedesmal sehr, dich hier zu lesen.

      lg
      monika

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  2. eine bezaubernde Stimmung, ganz und gar Mo !!!

    es ist ein besonders Feines, das mir besonders gefällt.

    alles Liebe für dich,
    isabella

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    1. ach liebe isabella, herzerwärmend deine worte, wie so oft.

      hab dank, liebe freundin,
      mo

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  3. liebe mo,

    ein abendspaziergang der ganz feinen art. ich bin gerne mitgegangen!

    liebe grüße
    deine gabriele

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    1. liebe gabriele,

      ja, es war ein spaziergang der besonderen art- ich freu mich, wenn es mir gelungen ist, etwas davon in meinen worten festzuhalten.

      hab dank und einen schönen zweiten advent,
      deine mo

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  4. ... oh ja, wahrlich ein spaziergang der besonderen art, lächel.
    was für ein wunder_volles stimmungsbild, meine liebe,
    und so so gut gemacht! mein kompliment.
    es ist ein genuss, in deine sprache zu tauchen.
    sehr liebe grüße aus dem weißen westerwald zum 2. advent,
    deine di

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    1. liebe di,

      hab dank- ein mal mehr, auch für das stetige begleiten meiner arbeit und deine behutsamen korrekturen.

      alles liebe dir,
      deine mo

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  5. Liebe Monika,

    „...ging / die zeit schon arm in arm / mit sprenkelnden träumen...“

    Das ist ein wunderschönes Bild!

    Der französische Schriftsteller Philippe Baron de Rothschild (bekannt auch durch seine hervorragenden Weine!) soll einmal gesagt haben, dass das Beste, was einem passieren kann, ist, wenn die Wirklichkeit sich in einen Traum verwandelt.

    Wer Träume hat, ist reich. Doch ist es nicht so, dass wir meistens zuerst einen Traum haben und hoffen, dass dieser sich irgendwann – oder lieber möglichst bald – erfüllt?

    Du wählst den umgekehrten Weg – aus der Wirklichkeit zu den „sprenkelnden Träumen“ und gerade das verleiht diesem stillen Gedicht im Einklang mit dem stimmigen Foto eine gewisse Tiefe, etwas Feierlich-Harmonisches.

    Ich mag Deine lyrischen Texte und besonders jene, die eine wohltuende Ruhe und Ausgewogenheit ausstrahlen.

    Liebe Grüße,
    Maya

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    1. liebe maya,

      ich denke, im idealfall verwandelt sich die wirklichkeit in einen traum. weit häufiger jedoch ist der umgekehrte weg, so wie du es formuliert hat.
      reizvoller ist sicherlich ersteres- und schwieriger zu erreichen. im gedicht hingegen ...

      hab dank für deinen wunderbaren kommentar und dein lob.

      herzlich,
      monika

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